Ich bin Erik Lelek – ein Suchender, ein Fragender, ein Autor, der in den ungesagten Worten ein Zuhause gefunden hat. Worte sind für mich mehr als Buchstaben, sie sind das, was bleibt, wenn alles andere in mir zu Staub zerfällt. Sie sind der Anker in einem Sturm, der mich immer wieder fortzureißen droht, und die Rettung, wenn die Welt zu laut oder zu leise wird. Für mich ist das Schreiben kein bloßes Handwerk, es ist ein Überleben.


Es gibt Momente, in denen das Leben so laut schreit, dass ich darin zu verschwinden drohe. Jeder Gedanke, jede Erinnerung prasselt wie ein Trommeln auf mich ein, bis ich nicht mehr weiß, was davon wirklich zu mir gehört. In diesen Momenten sind es die Worte, die mich retten. Sie schaffen Ordnung im Chaos, ein leises Flüstern in der Kakophonie meiner Gefühle. Sie schenken mir die Ruhe, die ich nirgendwo sonst finde. Dort, wo die Welt zu leise wird und die Stille wie ein tonnenschweres Gewicht auf meiner Brust liegt, finde ich in den Zeilen meinen Atem wieder. Ein Wort nach dem anderen, bis die Schwere weicht und die Dunkelheit sich lichtet.


Das Schreiben ist mein Zuhause, ein Raum, den ich nur für mich betrete – roh, ungeschützt, aber frei. Hier darf alles existieren: Die Gedanken, die ich niemals ausspreche. Die Erinnerungen, die wie Schatten an den Wänden meines Inneren tanzen. Die Gefühle, die ich so lange unterdrückt habe, dass ich sie kaum noch erkenne. Hier gibt es keine Masken, keine Lügen – nur mich, in meiner verletzlichen, unvollkommenen Echtheit. Jedes Wort, das ich auf Papier bringe, ist ein Bekenntnis: zu meinem Schmerz, zu meiner Hoffnung, zu mir selbst.


Ich schreibe, weil ich sonst verstummen würde. Weil es Worte sind, die mir zeigen, dass ich noch hier bin, dass ich noch fühle, auch wenn alles um mich herum zu verschwimmen scheint. In den Zeilen höre ich mein eigenes Echo, das mir zuruft, dass ich nicht verloren bin, dass das, was ich empfinde, einen Platz hat – nicht in der Welt, die oft zu schnell, zu blind ist, sondern in meinem eigenen Raum, in meinem Zuhause aus Worten.


2019 saß ich das erste Mal vor einem leeren Blatt Papier und begann, meine innersten Gedanken aufzuschreiben – nicht für andere, sondern nur für mich. Es waren schwere Zeiten, in denen ich oft das Gefühl hatte, in der Dunkelheit zu versinken. Doch genau in dieser Dunkelheit fanden die Worte ihren Anfang. Sie wurden mein Kompass, mein Lichtstrahl und mein Echo zugleich. „Das stumme Echo der Abwesenheit“ ist aus dieser Stille geboren – aus der Sehnsucht, das Unsichtbare greifbar zu machen und einen Raum zu schaffen, in dem Gefühle sein dürfen, ohne bewertet zu werden.


Ich bin jemand, der die Welt in ihren stillen Momenten beobachtet. Während andere rennen, halte ich inne, schaue in den Himmel oder lausche der Stille des Waldes. Ich habe erkannt, dass die tiefsten Wahrheiten oft nicht im Lärm liegen, sondern in der Ruhe, die wir uns selten gönnen. Der Wald ist für mich kein bloßer Ort – er ist ein Lehrer. Seine Stille ist kraftvoll, seine Dunkelheit sanft. Dort, wo das Licht durch die Blätter fällt, erkenne ich, dass Schmerz und Schönheit immer nebeneinander existieren.


In meinen Texten versuche ich, genau das festzuhalten: die Balance zwischen Licht und Schatten, die Verletzlichkeit des Lebens und die Hoffnung, die darin verborgen liegt. Es sind keine Antworten, die ich gebe, sondern Wege, die ich zeige – Wege zu einem tieferen Verständnis dessen, wer wir wirklich sind. Ich lasse die Dunkelheit sprechen, weil sie Teil von uns ist, doch ich erinnere auch daran, dass es immer ein Leuchten gibt, das uns den Weg weist.


Viele sagen mir, meine Worte fühlen sich an wie ein Echo, das sie in den verborgenen Winkeln ihrer Seele erreicht. Vielleicht, weil ich selbst gelernt habe, in meiner eigenen Stille zu lauschen – nicht nur auf die Schreie, sondern auch auf die leisen Stimmen, die so oft überhört werden.


„Das stumme Echo der Abwesenheit“ ist mein Versuch, das Unfassbare in greifbare Zeilen zu verwandeln. Ein Buch für all jene, die sich in der Dunkelheit verloren haben, die in ihrer Traurigkeit Halt suchen oder einfach nur wissen wollen, dass sie nicht alleine sind. Es ist ein Stück meiner Seele – offen, roh und echt.